Lage des Saale-Unstrut-Triaslandes
Die Landschaft verdankt einen ganz wesentlichen Teil ihres eigenen Charakters den Gesteinen der Trias-Epoche. Gesteine dieses Erdzeitalters lassen sich in zahlreichen Aufschlüssen wie ein Stück Bilderbuch der Erdgeschichte studieren, und manches Fossil erzählt von den über 200 Millionen Jahre alten, ehemaligen Bewohnern der Region. Ein besonderer Vorteil des Saale-Unstrut-Triaslandes ist die Vollständigkeit der Schichtenfolge auf einer relativ kleinen Fläche. Innerhalb kurzer Zeit kommt man zu einem annähernd vollständigen Überblick über die Schichtenfolge der mitteldeutschen Trias Viele Aufschlüsse laden zum Sammeln von Fossilien ein. Oft läßt sich eine geologische Exkursion auch mit einem Besuch von Standorten seltener Pflanzen verbinden.



Links: Saaleburgen (Rudelsburg und Burg Saaleck) auf einem Muschelkalk-Steilhang bei Bad Kösen/Saaleck. Mitte: Uralte Dorfkirche von Plößnitz bei Laucha/Unstrut. Rechts: Orchideenhang oberhalb von Spielberg (zwischen

Heute ist diese Gebiet als Naturpark Saale-Unstrut-Triasland ausgewiesen. Zahlreiche wichtige Aufschlüsse stehen als Geotope unter Schutz. Erläuterungstafeln erklären geologische Zusammenhänge im Zusammenhang mit den betreffenden Aufschlüssen, und ein System von Wanderwegen (auch Naturlehrpfaden) führt zu den geologisch interessantesten Punkten des Gebietes.
Weitere Aufschlüsse sollten als Geotope unter Schutz gestellt und einem breiteren Interessentenkreis zugänglich gemacht werden. Diese Bemühungen werden im Wesentlichen vom Naturpark "Saale-Unstrut-Triasland e.V., Nebra, getragen, unterstützt durch einige Geowissenschaftler. Inzwischen bemüht sich die Region auch um den Status eines Geoparkes. Diese Bemühungen verdienen jede Unterstützung, denn die Region besitzt das Potential zu einem interessanten Geopark - jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Arbeiten anzupacken und vorwärts zu bringen.